Das Rollenspiel als Königsdisziplin im Kindergarten

Ausgangspunkt für die Entwicklung des SpiuBank Konzeptes waren die Beobachtungen bei mir im Kindergarten. Die Kinder spielten häufig in der Bauecke ein phantasievolleres und nachhaltigeres Rollenspiel als z.B. in der herkömmlichen Wohn- oder Familienecke. Durch das eigene Gestalten und Aufbauen einer Spielumgebung mit verschiedenen Materialien wurde das Rollenspiel sichtlich spannender, intensiver und kreativer. Der offensichtlichste Unterschied der beiden Spielplätze sehe ich darin, dass in der Wohnecke das Setting eingerichtet und daher vorgegeben ist. Küche, Tisch und Materialen werden von uns ausgewählt und bereitgestellt. Dadurch ist das Spielthema „Familie“ vorgegeben. All diese Vorgaben schränken die Kinder in ihrem eigenen Spiel ein und lassen die Entwicklung eines kreativen Spielprozesses nur bedingt zu.

Individuell, kreativ und einzigartig

Mit dem SpiuBank Konzept möchte ich genau dort ansetzen. Die Bänke mit den verschiedenen Aufsätzen ermöglichen den Kindern ihre Spielumgebung frei zu gestalten und Inhalte dazu selber zu wählen, zu erfinden und weiter zu entwickeln. In Kombination z.B. mit den Spielaufsätzen „Wohnecke“, „Bahnhof“ und „Auto“ kann eine solche Spiellandschaft beliebig erweitert werden. Dadurch entsteht ein Spielplatz, welcher quasi von einer ganzen Klasse zusammen bespielt werden kann.

Eine solche offene Spiel- und Lernlandschaft ermöglicht es uns, mit den Kindern an einem Grossteil der im LP21 aufgeführten Kompetenzen spielerisch zu arbeiten, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten.